27. January 2021

Wachstumsforum 2021

SMP Wachstumsforum gibt einen Überblick zu „Agiler Transformation jenseits von Buzzwords“

Transformation bedeutet Marathon. Du trainierst, du startest, dann kommt eine wirklich lange anstrengende Phase, aber am Ende erreichst Du dein großes Ziel. „Anstrengend, aber es lohnt sich“ so lässt sich das Fazit der sechs vortragenden Top-Manager und Transformationsexperten des 11. Deutschen Wachstumsforums zusammenfassen.

Rund 200 Führungskräfte hatten sich am 22. Januar 2021 in das virtuelle Wachstumsforum von SMP Strategy Consulting via Zoom eingeklinkt. Unter Leitung von Konstantin Schaller, Transformationsexperte bei SMP Strategy Consulting, wollten sie die Wirkung von agiler Transformation begreifen. Sie wollten hören, wie die Deutschen Telekom, Allianz, AXA, Commerzbank und SMP effizienter, schneller und flexibler geworden sind. Sie wollten wissen was agile Teams bewirken können und wo die Grenzen liegen.

Folgende Experten berichteten aus ihren Programmen:  

Auf 9 Thesen hat das Expertenteam seine Transformationserfahrung verdichtet.

Zunächst räumten sie mit dem Vorurteil auf, Agilität lebe von der Improvisation. „Das Gegenteil ist richtig“ betont Holger Neinhaus, Vorstand und Partner bei SMP. Agilisierung im Unternehmen müsse absolut präzise und umfassend geplant sein, so Neinhaus. Drei Monate Vorbereitungszeit sind realistisch. Dann sind die agilen Teams fit für den Start und für eine lange Strecke. Erst in einem gründlich vorbereiteten Rahmen können sich die agilen Teams dann frei und kreativ bewegen, um am Ende der Zyklen wieder verbindlich ihre Inkremente abzuliefern.

Nach 12 Monaten sind erste Optimierungen bei Produkten oder Kundenprozessen realisierbar. Die Flexibilität greift, die Geschwindigkeit nimmt zu. „Innerhalb eines Jahres steigerten einige agile Teams ihre Leistungsfähigkeit so deutlich, dass sie klassische Teams  bezogen auf die time-to-market dramatisch überholten“, merkt Christin Zörner von der Deutschen Telekom an.  Allerdings gelte ein wichtiger Grundsatz: klein anfangen, die Logik langsam ausweiten und kontinuierlich verbessern.

Neben agiler Methodik, Tribes, Instrumenten und Arbeitsweisen braucht es Mut bei Topmanagement und Mitarbeitern, damit Transformation gelingt. Auf die Bedeutung dieser These ging Kirsten Weisbender von der Commerzbank ein. Außerdem erläuterte Sie die Wichtigkeit des Aspekts „Kultur“ für eine erfolgreiche Transformation. Es ist viel mehr „Interaktion“ und ein „Miteinander“ als eine hierarchische Powerpoint-Kaskade: „Man bekommt Gänsehaut, wenn sich die Teams vor den Entscheidern im Quarterly Business Review in einem Raum versammeln und begeistert Ihren Projektfortschritt in Product Demos präsentieren“, berichtet Kirsten Weisbender. Da sieht man Produkte, Apps und neue Prozesse, die in der „alten Welt“ schlicht nicht möglich waren.

Daniel Poelchau ging auf den Wert von wirklich cross-funktionalen Teams aus Fachexperten und IT-Entwicklern ein. Erst in solchen Teams wird der Mehrwert des agilen Arbeitens sichtbar. Diese Ressourcen langfristig in der agilen Transformation zu binden erfordert auch Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter. „Wir haben bei der Allianz für agile Karrieren auch Stellenprofile und Karrierepfade neu definiert“, erläutert Daniel Poelchau.

Agiles Arbeiten und eine klare Performanceorientierung scheinen häufig im Widerspruch zu stehen. Dominik Bauersch von der AXA ging auf den Aspekt der Performanceorientierung ab dem ersten Tag ein. Außerdem warnte er vor zu viel Dogmatik in den Methoden für agiles Arbeiten. „Frameworks wie SAFe und LeSS geben am Anfang den Mitarbeitern Orientierung und Sicherheit. Sie dürfen aber nicht dazu führen, dass man im Zuge des Wachstums der agilen Einheiten wieder zu einer Überbürokratie der Meetings und Prozesse kommt.“ Eine zu große „Framework-Hörigkeit“ muss vermieden werden.

SMP-Wachstumsforum-Digital

Natürlich ist Transformation anstrengend. 20-30% der Tribes-Teams verfehlen ihre Ziele. Auch das ist Realität. Aber die Anstrengung lohnt sich – bei der Transformation, wie beim Marathon - darin sind sich die Experten beim Wachstumsforum einig.

Drei große positive Effekte haben sie in ihren Unternehmen kennengelernt:

  • Eine deutlich höhere Qualität der Ergebnisse, die vom Kundenbedürfnis aus gedacht sind und im Entwicklungsbereich häufiger diskutiert werden.
  • Eine um bis zu 80% reduzierte Phase „Von der Idee bis zum Go live“, die Unternehmen viel schneller und flexibler auf die Kundenbedürfnisse reagieren lässt.
  • Eine Unternehmenskultur auf einem neuen Niveau, die durch Miteinander,  Offenheit, Transparenz, Wertschätzung und Leistungsbereitschaft geprägt ist. Das erzeugt Begeisterung bei Mitarbeitern und im Top-Management


So das Fazit der Transformationsexperten auf dem 11. Deutschen Wachstumsforum von SMP Strategy Consulting. Im Anschluss an die Vorstellung der wesentlichen Thesen erfolgt noch eine intensive Frage und Antwort Session, in der die Gäste Ihre Anliegen mit den Experten diskutieren konnten.


Die Kernthesen der agilen Transformation hat das Expertenteam in einem Whitepaper zusammengefasst. Bestellen Sie Ihre Kopie unter info@smp-ag.de.