„TEAM up“

Wie kleine Prozessteams die klassische Organisation transformieren

Verändertes Kundenverhalten, schnellere Innovationszyklen, neue Geschäftsmodelle – die Geschwindigkeit steigt rapide, mit der sich Organisationen für den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit neu aufstellen müssen. Angestammte Unternehmen tun sich schwer mit dieser Transformation. Es fällt ihnen nicht leicht, schnell genug Mechanismen für schnellere Entscheidungen, mehr Empowerment und Eigenverantwortung zu entwickeln, um auf die neuen Kundenwünsche zu reagieren. Zugleich müssen sie auch die eigenen Mitarbeiter für Veränderungen motivieren. 

Was macht es ihnen so schwer? Aus unserer branchenübergreifenden Erfahrung sind das vor allem bestehende, unflexible Prozessmodelle und deren zugrunde liegende Philosophie. Dominierende Hierarchien und verkrustete interne Strukturen verhindern Kundenorientierung und „Speed“. Diese Unternehmen sind zu starr, zu träge, zu politisch.

Das verhindert die konsequente Optimierung und Digitalisierung aller Front- und Backoffice-Prozesse. Dies jedoch ist eine Rahmenbedingung für die nachhaltige Sicherung des Ergebnisses. Die typischen Themen – Umzugsprozesse, vertrieblicher Kundenservice, Produktbaukasten, Kundenportale – rufen nach interdisziplinären, kreativen, schnellen Teams.

Jeder von uns kennt in der eigenen Organisation Kompetenzteams, die schlau, schnell und entscheidungsfähig sein könnten – wenn man sie denn ließe. Mit Kompetenz, Kreativität und Motivation – bei klaren Vorgaben zu Budget und Zeit – können diese Mitarbeiter zu Höchstleistungen auflaufen. End-to-end, über die funktionalen Silos hinweg und ohne Bereichsegoismen.

Spotify nennt solche Powerteams „tribes“, innogy spricht vom „New way of working“, wieder andere nennen es „E2E-Journey Management“. Leider sind diese Teams (z.B. bestehend aus Vertrieb, Operations, IT) in der Realität nach wie vor allzu häufig durch Silodenken voneinander getrennt – „Ende zu Ende“ kommen sie daher häufig gar nicht erst interdisziplinär und eigenverantwortlich zusammen, um ihre volle Kraft zu entfalten.

Um parallel zur klassischen Organisation zu funktionieren brauchen diese Teams auch Regeln und eine klare Methodik. Zwingend sind gemischte Kompetenzen – mit einem gemeinsamen Ziel in einem gemeinsamen Arbeitsumfeld (gerne außerhalb des eigenen Campus).

Diese Teams müssen neue Arbeitsmethoden beherrschen – von Design Thinking bis Kanban. Und sie müssen eine wohlwollende Koexistenz mit der klassischen Organisation führen.

Dabei erwartet niemand die Entwicklung des nächsten iPhones oder die Neuauflage der Netflix-Story. Es geht selten um bahnbrechende Innovationen oder spektakuläre Produkte. Vielmehr spielt die Musik in allen bestehenden Prozessen entlang der Wertschöpfungskette – dort können E2E-Kompetenzteams den Takt vorgeben.

Wer Trägheit überwinden will, muss bestehende Kräfte gezielt und methodisch bündeln. Indem er seine Kunden zum Ausgangspunkt aller Überlegungen macht. Indem die IT frühzeitig einbezogen wird – statt spät ein Lastenheft zu schreiben und auf ein Wunder zu hoffen. Entscheidungen werden in einem definierten Rahmen dort getroffen, wo die Kompetenz sitzt – nicht im Zentrum der Macht, weit weg vom Kunden.

E2E-Journey Management ist keine neue Business-Mode, sondern der neue Ansatz zu denken, zu arbeiten und zu liefern. Neben der klassischen Organisation.

Wer sich in Hierarchien bewegt, weiß: Den E2E-Gedanken umzusetzen – das ist kein Sprint. Genau hier setzen wir mit unserem Transformationsprogramm „TEAM“ an.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie mehr zu unserem Ansatz und zu Erfolgsbeispielen für Kompetenzteams, Koexistenz und (digitale) Transformation kennenlernen möchten.

Peter Funke und Felix Schwerin